12. Juli 2013

Redenschreiber: Von Reden bleiben leider nur Zitatschnipsel übrig

Die Zeit des Wahlkampfs hat begonnen. Und für den Kommunikationsberater Vazrik Bazil ist das eine gute Zeit. Denn jetzt ist die Gelegenheit günstig, Reden zu hören, und zwar in voller Länge. Bazil bedauert in der "Süddeutschen Zeitung", dass Reden heutzutage nur selten von einem echten Publikum live gehört werden. Stattdessen verbreiteten die Medien kurze Schnipsel und Zitate, die oft aus dem Kontext gerissen seien. Als Beispiele nennt er Sätze wie "Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen" von Ex-Bundespräsident Roman Herzog oder Willy Brandts "Mehr Demokratie wagen". Die blieben zwar hängen, kaum jemand wisse heute aber noch, um was es in der Rede eigentlich ging.Vazrik Bazil ist Präsident des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)