12. Juli 2013

Mittelamerika: Dengue-Fieber breitet sich rasant aus

Das Dengue-Fieber wird durch Mücken übertragen und führt oft zum Tod.In Mittelamerika breitet sich die Seuche gerade rasant aus. Vor allem Honduras und Nicaragua sind mit mehr als 11.000 Erkrankungen betroffen. In den beiden Ländern sind nach offiziellen Angaben bisher 15 Menschen an der Krankheit gestorben. Laut der Zeitung "La Prensa" hat das Internationale Komitee des Roten Kreuzes der Regierung von Honduras umgerechnet fast 130.000 Euro gespendet, um die Ausbreitung der gefährlichen Virus-Erkrankung zu stoppen. Das Dengue-Fieber hat sich in jüngerer Zeit auch in Südeuropa und Nordamerika verbreitet. Experten vermuten, dass das am Klimawandel liegt.Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Weltweit wird die Krankheit mit verschiedenen Maßnahmen bekämpft. Auf den Philippinen etwa werden die Bürger dazu aufgefordert, einmal am Tag ihre Wohnungen und Höfe auf stehendes Wasser zu kontrollieren, in dem sich Mücken entwicklen könnten. Alte Reifen oder Eimer könnten sonst zu Brutstätten werden. Andere Länder gehen aggressiver gegen die Mücke vor: Malaysia experimentiert mit mutierten Mücken, die die Virus-übertragenden Asiatischen Tigermücken angreifen und töten. Und eine Universität in Singapur entwickelt eine Handy-App, mit dem die Bürger Mücken-Brutstätten fotografieren und die Bilder direkt an die zuständige Stelle im Gesundheitsamt schicken können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)