12. Juli 2013

Wissenschaftler finden zufällig neue Ursache für Depression

Manchmal haben Wissenschaftler ja einfach Glück.Da haben die Mediziner der Uniklinik Erlangen eine Langzeitstudie zur Wirkung von Antidepressiva gemacht und siehe da: Eine kleine Nebenwirkung könnte eine neue Ursache für Depressionen aufdecken. Konkret geht es um den fettähnlichen Stoff Ceramid. Die meisten gängigen Antidepressiva mindern als Nebeneffekt die Produktion von Ceramid. Dieser Stoff hemmt die Bildung wichtiger Nervenzellen im Hippocampus. Weniger Ceramid bedeutet also mehr Nervenzellen und die sorgen für eine Stimmungsaufbesserung bei Depressionskranken.Bislang ging man davon aus, dass vor allem mangelnde Botenstoffe im Gehirn für Depressionenen verantwortlich sind. Nun schauen die Mediziner, ob sich die Ergebnisse von Mäusen auch auf Menschen übertragen lassen. Die Ergebnisse sind in der "Nature Medicine" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)