15. Juli 2013
Es ist Zeit für den Blick in den "Rückspiegel": Wir schauen nach Paris, wo am 15. Juli 1926, also heute vor 87 Jahren, die erste Moschee Frankreichs eröffnet wurde. Es ist die Große Pariser Moschee, die im Quartier Latin steht. Sie wurde von Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg gebaut - als Zeichen des Danks an die Muslime, die in den kolonialen Hilfstruppen gegen das Deutsche Reich gekämpft hatten. Dabei waren etwa 70.000 muslimische Soldaten ums Leben gekommen. Eröffnet wurde die Moschee damals vom französischen Präsidenten Gaston Doumergue. Die Moschee wurde im spanisch-maurischen Mudéjar-Stil gebaut. Der verbindet die islamische Architektur mit Elementen der Gotik oder der Renaissance. Zu der Pariser Moschee gehören auch eine Schule, eine Bibliothek, ein Teesalon und ein Hammam - also ein traditionelles Bad.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)