15. Juli 2013

Sexuelle Fortpflanzung beim Mehltau-Pilz nur zweite Wahl

Er pflanzt sich nur alle paar Jahrhunderte erfolgreich sexuell fort. Das haben Wissenschaftler der Universität Zürich und des Max-Planck-Instituts über den Pilz "Echter Mehltau" herausgefunden. Über ihre Erkenntnisse schreiben sie in zwei Fachmagazinen (Nature Genetics und PNAS). Echter Mehltau ist eine gefürchtete Pflanzenkrankheit und verursacht jedes Jahr hohe Ernteeinbußen. Er kann sich, wie andere Pilze auch, auf zwei Arten fortpflanzen: Auf sexuellem Weg, bei dem Erbgut neu kombiniert wird, und auf ungeschlechtlichem Weg, bei dem Mutterpilz und Nachkommen erbgleich sind. Die Forscher kamen bei ihren Analysen zu dem Schluss, dass Mehltau meistens auf asexuelle Fortpflanzung setzt. Um eine Pflanze zu infizieren, muss der Mehltau-Pilz deren Abwehrmechanismen ausschalten. Das heißt: Er muss perfekt an die Wirtspflanze angepasst sein. Bei einer sexuellen Fortpflanzung verändert sich das Erbgut, sodass diese Anpassung verloren gehen könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)