15. Juli 2013

Taser-Schüsse in GB trotz Gesundheitswarnung auf Brustbereich

Mit einer Taser-Waffe sollte man möglichst nicht den Brustbereich treffen.

Denn das kann zum Herzstillstand führen - davor warnt ein Hersteller der Elektroschockpistolen. Trotzdem hat die britische Polizei seit 2009 in mehr als der Hälfte der Taser-Einsätze in den Brustbereich geschossen. Darüber berichtet der "Guardian". Die Zeitung hatte sich die Zahlen im Land genauer angeschaut, nachdem in der vergangenen Woche ein Mann in Manchester nach einem solchen Schuss gestorben war.

Ein US-Kardiologe hat in einer Studie die gefährlichen Brust-Treffer durch Taser-Waffen untersucht. Sein Fazit im "Guardian": Mit Elektroschockpistolen sollte möglichst auf den Rücken geschossen werden. Bei einem Treffer in der Nähe des Herzens könnten die 50.000-Volt-Waffen die elektrischen Signale im Herz stören oder übernehmen. Mit einem Taser werden Projektile gefeuert, die mit Widerhaken hängen bleiben und durch Drähte mit der Elektroschockpistole verbunden sind. Der Getroffene verliert dann durch die Stromstärke seine Kontrolle über die Muskeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)