16. Juli 2013
Die Geister, die wir rufen, werden wir nicht mehr los.
Nach Ansicht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung werden die Meere durch heute ausgestoßene Treibhausgase noch jahrundertelang ansteigen - auf lange Sicht um mehr als zwei Meter pro Grad globaler Erwärmung. Dafür verantwortlich sein wird dann vor allem das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland und der Antarktis. Bisher stieg der Meeresspiegel vor allem an, weil sich das Wasser aufgrund der Erwärmung ausdehnte und weil die Gletscher in den Gebirgen schmolzen.
In einer Studie, die in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, untersuchte ein internationales Forscherteam Sedimente vom Meeresgrund, Daten vergangener Uferlinien und Belege aus der frühen Geschichte des Erdklimas. Demnach ist ein Anstieg des Meeresspiegels nur zu verhindern, wenn die globalen Temperaturen sinken. Darauf müsse immer geachtet werden, wenn in Küstennähe gebaut werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)