16. Juli 2013

Studie: Journalisten sind anfällig für Geschenke

Bestechlichkeit sollte es bei Journalisten eigentlich nicht geben.

Der Kodex des Deutschen Presserates mahnt Reporter und Redakteure zur Unbestechlichkeit. Die Realität sieht laut der Organisation "Netzwerk Recherche" aber anders aus. Nach einer Kurzstudie kommt das Netzwerk zu dem Schluss, dass viele Journalisten anfällig für kleine Geschenke und Gefälligkeiten sind. Unternehmen hätten deshalb ihre Strategien verfeinert, Einfluss auf Redaktionen zu nehmen. Hunderte von Firmen böten Pressevertretern zum Beispiel Vorzugsrabatte an. Das "Netzwerk Recherche" fordert mehr Transparenz und bessere Anti-Korruptions-Programme.

Für die Studie hat das Netzwerk mit "Transparency International" zusammengeabeitet. Unter anderem wurden die Richtlinien und Kodizes von Verlagen und Rundfunkanstalten untersucht und Chefredakteure befragt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)