17. Juli 2013

Meeresbiologin im "DLF": Schutzgebiet in der Antarktis kann immer noch zustandekommen

Ein Meeresschutzgebiet, so groß wie die Europäische Union, ganz tief im Süden - vielleicht kommt es doch noch.

Iris Menn von Greenpeace setzt ihre Hoffnung auf die nächste Antarktis-Konferenz im Oktober in Tasmanien. Die Meeresbiologin sagte im [Deutschlandfunk|dlf_20130717_0516_d9156c46.mp3], viele Länder wollten das Schutzgebiet und würden sich dafür einsetzen.

Gestern waren die Gespräche - nach zehn Jahren Vorbereitung - in Bremerhaven gescheitert. Laut Menn wegen der Blockade Russlands. Das hatte vor allem formale Einwände, zum Beispiel, dass die Antarktis-Kommission gar nicht legitimiert sei, einen Schutzraum festzulegen.

Die Greenpeace-Aktivistin widerspricht: Die Kommission sei genau dafür da und habe bereits vor vier Jahren einen Schutzraum bestimmt. Die Biologin glaubt, dass es Russland eigentlich um wirtschaftliche Interessen geht, um das Fischen von Schwarzem Seehecht und Krill. Sie meint aber, wenn überhaupt, dürfe es in der Antarktis nur nachhaltige Fischerei geben, lediglich in einigen Gebieten und ohne Grundschleppnetze, die die Böden zerstörten. Die Antarktis sei der letzte vom Menschen noch fast unberührte Lebensraum der Welt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)