18. Juli 2013

Soziale Netzwerke führen nicht zu mehr Demokratie

Politische Beteiligung in den sozialen Medien ist ein Mythos.

Zu diesem Fazit kommt der Medienwissenschaftler Olaf Hoffjann nach einer von ihm durchgeführten Studie. Demnach führen Twitter, Facebook und Co. nicht unmittelbar zu mehr Demokratie und Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Prozessen. Im Gegenteil: Dem Wissenschaftler zufolge nutzen Verbände und Parteien die sozialen Medien vorwiegend für Verlautbarungen und Einweg-Kommunikation.

Für die Erhebung wurden mehr als 8.500 Facebook-Einträge von 35 Verbänden untersucht. Außerdem wurden Verbandsvertreter interviewt sowie Politiker der Parteien im Bundestag und der Piratenpartei.

Die Untersuchung wurde durchgeführt von der Ostfalia Hochschule Salzgitter in Zusammenarbeit mit der Otto Brenner Stiftung

Die Studie erscheint am 18. Juli 2013: Olaf Hoffjann/Jeannette Gusko: Der Partizipationsmythos. Wie Verbände Facebook, Twitter & Co. nutzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)