18. Juli 2013
"Frühreife Jäger auf den Balearen" - das ist kein schlüpfriger Filmtitel, sondern bald Realität.
Die Reform des Jagdgesetzes auf der spanischen Inselgruppe bringt es mit sich, dass in Zukunft achtjährige Kinder auf die Jagd gehen dürfen. Aus Sicht der regierenden konservativen Volkspartei bedeutet das die Anerkennung einer Volkskultur. Die Nachwuchs-Jäger müssen allerdings Erwachsene dabei haben. Außerdem dürfen keine Schusswaffen eingesetzt werden. Auf den Balearen werden Kaninchen mit abgerichteten Hunden gejagt, Ziegen mit Lassos und Vögel mit Netzen.
Die Umweltschutzorganisation GOB kritisierte, dass die Neuregelung allein den Interessen der Jagd-Lobby diene. Es sei für die Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern nicht förderlich, wenn sie mitansehen müssten, wie eingefangene Kaninchen oder Vögel mit bloßen Händen getötet würden.
Bisher lag das Mindestalter für die Jagd bei 14 Jahren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)