18. Juli 2013
Die Dritten waren für einige Dinos ganz normal.
Viele Dinosaurierarten hatten sogar noch mehr Zahngenerationen. Der große Pflanzenfresser Diplodocus liegt nach neuesten Forschungen beim Wettbewerb um den schnellsten Zahnersatz aber ganz weit vorn: Wie US-Forscher im Fachmagazin "PLoS One" schreiben, wuchs ihm alle 35 Tage ein neuer Zahn nach.
Für ihre Studie untersuchten die Paläontologen nicht nur die Zähne des Diplodocus, sondern auch die des Camarasaurus. Auch dieser Saurier war Vegetarier und wurde fast 20 Meter lang. Er brauchte aber deutlich länger für seinen Zahnersatz: 62 Tage. Das unterschiedliche Tempo beim Zahnwachstum könnte den Forschern zufolge mit den Futtervorlieben der Dinos zu tun haben. Der Diplodocus bevorzugte vermutlich Nahrung aus Bodennähe. Darum könnte er sich an Sand und Kieseln häufig die Zähne ausgebissen haben. Der Camarasaurus versorgte sich vermutlich eher mit Nahrung aus der Höhe - und schonte so sein Gebiss. Der rasante Zahnwuchs könnte also ein Ausgleich für den großen Verschleiß gewesen sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)