18. Juli 2013

Studie: Zwei Drittel der deutschen Kleinkinder nicht ausreichend gegen Masern geimpft

Impflücken bei kleinen Kindern können fatale Folgen haben.

Darauf weisen Forscher vom Versorgungsatlas der kassenärztlichen Vereinigungen hin. Nach ihren Angaben sind zwei Drittel der deutschen Kleinkinder nicht rechtzeitig und ausreichend vor Masern geschützt. Besonders Bayern, Baden-Württemberg und Berlin weisen schlechte Quoten auf.

Die Forscher hatten Daten aus Arztpraxen von mehr als 550.000 Kindern und damit 81 Prozent des Geburtsjahrgangs 2008 ausgewertet. Nur gut ein Drittel (37 Prozent) der Jungen und Mädchen erhielt vor dem zweiten Geburtstag die empfohlene Doppel-Impfung.

Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden dem Robert-Koch-Institut mehr als 1.000 Masern-Fälle gemeldet. Besonders Kleinkinder und Erwachsene sind anfällig für Komplikationen. In Einzelfällen (bis zu drei von 1.000 infizierten Kindern) können Kinder zum Beispiel an Lungen- oder Hirnentzündungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation will bis übernächstes Jahr eine Impfquote von 95 Prozent erreichen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)