18. Juli 2013
Erfolg, Image, Konsum - nur das zählt für die Jugend von heute.
So sieht es der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier. Er glaubt, dass die Jugend verblödet und Ideale heutzutage nichts mehr gelten. Schuld daran sind seiner Meinung nach die Bildungssysteme, denn dort geht es zu sehr um wirtschaftliche Logik und um das, was auf dem Arbeitsmarkt nützt. Der Zeitung "Die Welt" sagte Heinzlmaier, dass immer weniger Kunst oder Literatur vermittelt werde, weil das aus wirtschaftlicher Sicht nichts bringe. Stattdessen stünden mehr Naturwissenschaften und BWL auf dem Stundenplan.
Wenn junge Menschen heute auf die Straße gehen, dann laut Heinzlmaier nur, wenn es um ihre eigenen Interessen geht. Als Beispiel nennt er die Proteste in Spanien. Heinzlmaier hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: "Performer, Styler, Egoisten: Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)