18. Juli 2013

Medizinerin warnt: Moderne Untersuchungen können in der Schwangerschaft zu emotionalem Stress führen

Eizellen-Einlagerung, Embryonenselektion und Gendiagnostik.

Experten warnen: Vorsorge kann bei werdenden Eltern auch Sorge auslösen. In der Zeitung "Die Zeit" sagt die Medizinerin und Psychotherapeutin Tamara Fischmann, die moderne Technologie verändere die Schwangerschaft und entzaubere sie auch ein Stück weit. Untersuchungen vor der Geburt stellen ihrer Ansicht nach für die Eltern eine doppelte Belastung dar. Laut Fischmann machen sie sich zum einen Sorgen, ob der Embryo bei dem Eingriff verletzt wird. Zum anderen müssten sie tagelang auf das Untersuchungsergebnis warten und machten sich so lange Gedanken, ob ihr Kind auch gesund ist. Das kann Fischmann zufolge zu handfesten Ängsten oder gar zu Depressionen führen. Das wiederum beeinflusse auch das ungeborene Kind. Die Medizinerin fordert daher, trotz aller technischen Möglichkeiten, mehr Akzeptanz für das Recht der Eltern, etwas nicht wissen zu wollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)