18. Juli 2013
Kinder mit Migrationshintergrund haben es schwer im deutschen Bildungssystem - das ist an sich nichts Neues.
Eine Studie von Integrationsexperten macht nun auf ein spezielles Problem aufmerksam: die Segregation. Kinder mit Migrationshintergrund gehen häufig in Klassen, in denen die meisten, wie sie, nicht-deutscher Herkunft sind - besonders in Großstädten. In Berlin und Frankfurt am Main betrifft das 70 Prozent der Grundschüler mit Migrationshintergrund. Diese Schulen hätten häufig ein geringes Leistungsniveau. Das heißt, viele Grundschüler mit Migrationshintergrund hätten wenig Chance auf eine gute Ausbildung - in Zahlen: etwa 40 Prozent. Der Anteil von Kindern mit deutscher Herkunft, die leistungsschwache Klassen besuchten, liege dagegen bei weniger als 6 Prozent.
Die Experten schlagen vor, betroffene Schulen mit mehr Geld und Personal zu unterstützen. Durch die Politik mehr gemischte Klassen zu erzwingen, halten sie nicht für sinnvoll - Versuche hätten gezeigt, dass das nicht funktioniere.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)