19. Juli 2013

Trauer ist laut Wissenschaftlern kein Tabu mehr

Trauer ist heute kein Tabu mehr.

Diese Meinung vertritt Claude Haas vom Berliner Zentrum für Literatur- und Kulturforschung. In der DLF-Sendung "Studiozeit" erläutert er, dass in Deutschland für Trauer in der Öffentlichkeit lange Zeit kein Platz war - und sich das jetzt aber ändert. Auch Familien nehmen dem Forscher zufolge wieder vermehrt Beerdigungen und Trauerfeiern kreativ selbst in die Hand. Sigrid Weigel, die Direktorin des Berliner Instituts, macht außerdem ein neues Phänomen aus: "Public crying" - das neue gemeinschaftliche Wehklagen in der Öffentlichkeit, wo fremde Menschen an einem Tatort weinen, sich gegenseitig stützen, umarmen und Blumen, Kerzen und Briefe niederlegen. Der Forscherin zufolge breitet es sich immer mehr aus, einen Ort zu schaffen für gemeinsame Trauer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)