19. Juli 2013
Unter Druck gibt dieses Material nicht nach.
Im Gegenteil: Zink-Dicyanoaurat dehnt sich dann sogar aus. Negative lineare Kompressibilität nennt sich dieses Phänomen. In der Natur ist es schon lange bekannt, zum Beispiel bei den Muskeln von Tintenfischen. Materialforscher haben auch schon einige Stoffe mit dieser Eigenschaft entdeckt. Aber beim neuen Zink-Dicyanoaurat ist sie viel stärker ausgeprägt. Forscher stellen es ab morgen auf einer Fachtagung auf Hawaii vor. Ihnen zufolge dehnt sich das Material unter Druck wegen seiner molekularen Struktur um bis zu zehn Prozent aus.
Eine mögliche Anwendung sehen die Wissenschaftler darin, Druck zu messen. Wenn sich das Material unter Druck verformt, lenkt es Licht anders ab, und das ließe sich mit Sensoren messen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)