19. Juli 2013
Meistens ist Blutgerinnung sinnvoll, manchmal schadet sie aber auch - zum Beispiel wenn ein Katheter eingesetzt wird oder eine künstliche Niere.
Meist bekommen die Patienten dann blutverdünnende Medikamente, so genannte Gerinnungshemmer, die aber gefährliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Wichtig ist es, die Hemmstoffe präzise zu dosieren. Und da setzen Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Polymerforschung in Dresden mit einem neu entwickelten Material an. Das kann die Blutgerinnung verhindern - und zwar durch die selbstständig gesteuerte Freisetzung von Hemmstoffen. Die Forscher entwickelten ein Hydrogel, das einen Gerinnungshemmer enthält, der nur dann aktiviert wird, wenn die Blutgerinnung tatsächlich einsetzt. So kann zum Beispiel eine Überdosierung vermieden werden.
Den Wissenschaftlern zufolge wirkt der neue Stoff besser als alle anderen Materialien, die derzeit klinisch verwendet werden.
Die Dresdner Forscher beschreiben das neue Material in der Fachzeitschrift "Nature Communications".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)