19. Juli 2013

Peking: Scheinehen für den Wohnungskauf

In Peking eine Wohnung zu kaufen, ist nicht so einfach:

Dafür muss man nämlich entweder aus Peking stammen oder mit einem Pekinger verheiratet sein. Letzteres lässt sich ja auch arrangieren - das denken sich offenbar immer mehr Menschen und gehen eine Scheinehe ein, nur um eine Wohnung in Peking zu ergattern. Die Zeitung "Chinadaily" berichtet, dass Immobilienfirmen sogar Scheinehepartner vermitteln. Die bekommen für die Scheinehe, die den Immobilienkauf meist nur wenige Tage überdauert, bis zu 6.000 Euro.

Die Pekinger Behörden haben in den vergangenen Monaten mehr als 50 Frauen und Männer identifiziert, die verdächtigt werden, für den Wohnungskauf geheiratet zu haben. Eine Frau soll in fünf Monaten drei Mal geheiratet haben. Die Scheinehe-Verdächtigen sollen jetzt auf eine schwarze Liste kommen, so dass sie keine Immobilien mehr kaufen können.

Die Regel, dass Auswärtige keine Immobilien in Peking mehr kaufen können, wurde vor zwei Jahren eingeführt. Ziel war es, die rasant steigenden Preise zu stoppen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)