19. Juli 2013

Mikrobiom beeinflusst die Evolution

Bis auf ein paar Krankheitserreger sind Bakterien für den Menschen sehr nützlich.

Viele Billionen Mikroorganismen leben in und auf uns. Sie helfen zum Beispiel bei der Verdauung und schützen vor Infektionen. Tiere und Pflanzen besitzen ebenfalls ein Mikrobiom - so nennt sich die Gesamtheit aller Mikroben in und auf einem Lebewesen. Wie Forscher in der Fachzeitschrift "Science" berichten, wirkt sich dieses Mikrobiom auch auf die Entstehung von Arten in der Evolution aus. Neue Arten entstehen im Laufe langer Zeiträume. Durch Mutationen in den Genen entstehen neue Eigenschaften. Irgendwann unterscheiden sich die Organismen dann genetisch so stark voneinander, dass sie keinen lebensfähigien Nachwuchs mehr miteinander zeugen können. Wenn es soweit ist, spricht man per Definition von einer neuen Art. Dass die genetischen Unterschiede dabei eine Rolle spielen, war schon bekannt. Jetzt zeigten die Wissenschaftler, dass auch die unterschiedlichen Mikrobiome für die Art-Entstehung wichtig sind. Denn auch bei der Zusammensetzung der Mikroben werden die Unterschiede umso größer, je weiter sich zwei Organismen auseinander entwickeln - also je entfernter sie verwandt sind. Und wenn verschiedene Organismen dann sowohl genetisch als auch von ihren Bakterien her nicht mehr zueinander passen, ist eine neue Art entstanden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)