19. Juli 2013
Durch das Reaktorunglück im japanischen Fukushima sind deutlich mehr Menschen verstrahlt worden als bisher bekannt.
Fast 2.000 Arbeiter haben einem Zeitungsbericht zufolge ein erhöhtes Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Bei ihnen überschritt die Strahlendosis laut einer Untersuchung den Grenzwert von 100 Millisievert, ab dem sich das Krebsrisiko erhöht. Wie die Tageszeitung "Asahi Shimbun" berichtet, ist die Zahl der betroffenen Arbeiter damit zehnmal höher als von der Betreiberfirma Tepco ursprünglich zugegeben. Strahlungsexperten hatten dem Bericht zufolge Zweifel an den Daten geäußert, die Tepco im vergangenen Dezember veröffentlicht hatte. Da hieß es noch, dass nur für 178 Arbeiter ein erhöhtes Risiko bestehe.
Die Schilddrüsen der betroffenen Arbeiter sollen künftig regelmäßig untersucht werden. Insgesamt wurden schon mehr als 19.500 Arbeiter untersucht - sie hatten nach dem Erdbeben und dem Tsunami im März 2011 versucht, die Atomkatastrophe zu verhindern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)