19. Juli 2013
Reibung sorgt unter anderem dafür, dass sich Autoreifen auf einer Straße vorwärts bewegen.
Wie stark die Reibung ist, hängt dabei von der Oberfläche der beiden Stoffe ab, die sich aneinander reiben. Forscher aus dem Saarland haben jetzt gezeigt, dass die Oberfläche nicht alles ist. Es komme außerdem auf die Schichten direkt unter der Oberfläche an. In ihrem Experiment war die Reibung mal stärker oder schwächer, je nachdem, was unter der Oberfläche lag. Das lag ihnen zufolge an den Van-der-Waals-Kräften - einer schwachen Anziehungskraft, die sich nur in der Größenordnung von Atomen bemerkbar macht. In der Summe sorgen diese Kräfte andererseits aber auch dafür, dass Geckos sich mit ihren Füßen an jeder Oberfläche festhaften können.
Bislang nutzt man vor allem Schmiermittel wie Öl, um die Reibung herabzusetzen. Zusätzlich kann man laut den Wissenschaftlern in Zukunft womöglich durch einen cleveren Schichtaufbau an der Oberfläche dafür sorgen, dass es besser gleitet.
http://prl.aps.org/abstract/PRL/v111/i3/e035502
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)