22. Juli 2013

Iberischer Luchs wegen Klimawandels vom Aussterben bedroht

Wissenschaftler geben ihm noch 50 Jahre.

Dann könnte der iberische Luchs infolge des Klimawandels ausgestorben sein. Schon jetzt ist er eine der seltensten Wildkatzen weltweit. Schätzungen zufolge leben nur noch 250 Tiere in freier Wildbahn in zwei Regionen in Südspanien. Der Lebensraum des iberischen Luchses ist in den letzten Jahren von rund 40.000 auf 1.200 Quadratkilometer geschrumpft.

Steigende Temperaturen, eine Veränderung der Niederschläge und die zunehmende Jagd des Menschen auf Hasen, die Lieblingsbeute des Luchses, könnten der Katze nun endgültig den Garaus machen. Nach Ansicht der Wissenschaftler bleibt dem iberischen Luchs nicht genug Zeit, in Regionen auszuwandern, in denen es genügend Nahrung gibt.

Die Forscher sehen aber noch eine Möglichkeit, ihn zu retten. In Gefangenschaft aufgewachsene Tiere dürften nicht mehr wie bisher großflächig in ihrer historischen Heimatregion in Zentral- und Westspanien und im Osten Portugals ausgesetzt werden. Stattdessen müssten jedes Jahr sechs weibliche und sechs männliche Luchse in sorgfältig ausgewählten Regionen ausgewildert werden, in denen sie optimale Lebensbedingungen vorfinden.

Die Studie ist im Fachmagazin "Nature Climate Change" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)