22. Juli 2013
Für die Betroffenen ist sogar Treppensteigen gefährlich, denn sie sehen gerade Linien als Kurven.
Allein in Großbritannien leidet fast eine halbe Million Menschen an der sogenannten feuchten Form der Makula-Degeneration. Zu ihnen gehört auch die Frau des Chemie-Nobelpreisträgers Walter Kohn aus den USA.
Wie der "Telegraph" meldet, war das für den Wissenschaftler der Anlass nach einer Lösung zu suchen - und er hat sie nach eigenen Angaben gefunden.
Kohn zeigte Testpersonen ein gleichmäßiges Rasterfeld, das diese aber verzerrt sahen. Anschließend wurde es am Computer jeweils so lange angepasst, bis die Testperson alle Kurven wieder als gerade Linien wahrnahm. So entstand ein persönlicher Algorithmus, um die Welt wieder wie gewohnt sehen zu können.
Mit Hilfe dieser Korrekturformel soll es in Zukunft möglich sein, spezielle Kontaktlinsen und Brillen herzustellen oder auch Computerbildschirme und Handydisplays anzupassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)