22. Juli 2013
Hohe Mieten fressen das Einkommen auf.
Mit dem Ergebnis, dass Geringverdiener-Familien in vielen Großstädten weniger Geld zur Verfügung haben als solche, die die staatliche Grundsicherung nach Hartz IV bekommen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.
Sie hat die Situtation in den 100 größten Städten Deutschlands untersucht. Berechnet wurden die Kosten anhand einer Familie mit zwei Kindern im Alter von bis zu 14 Jahren. Das Ergebnis: Einkommensschwache Familien haben zum Beispiel in Jena nach Überweisung der Miete 666 Euro im Monat übrig - gut 40 Prozent weniger als Familien mit Hartz-IV. Die bekommen laut Bertelsmann jeden Monat 1.169 Euro.
In Städten mit entspanntem Wohnungsmarkt und relativ hohen Einkommen sieht die Sache anders aus. Zum Beispiel in Heilbronn: Dort hätten einkommensschwache Familien auch nach Abzug der Wohnkosten noch deutlich mehr Geld in der Tasche als Hartz-IV-Bezieher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)