22. Juli 2013
Oxytocin hilft Paaren, sich liebevoller zu streiten, und Müttern, sich an ihr Baby zu binden.
Bei autistischen Kindern versagt der Botenstoff jedoch, der immer dann beteiligt ist, wenn es um Gefühle wie Liebe, Nähe und Vertrauen geht. Das haben australische Wissenschaftler herausgefunden, die im Fachmagazin "Journal of Autism and Developmental Disorders" erschienen ist.
Die Untersuchung wurde an 38 Jungen im Alter zwischen 7 und 16 Jahren durchgeführt. Ein Teil von ihnen bekam mehrere Tage lang Oxytocin in die Nase gesprüht, die andere Gruppe erhielt ein Placebo. Ziel war es zu sehen, ob die Autisten unter der Behandlung mit dem Botenstoff Gefühle anderer Menschen besser erkennen können oder besser mit ihrer Umwelt interagieren. Doch anders als in früheren Studien mit Oxytocin blieb ein signifikanter positiver Effekt aus. Zur Begründung hieß es, möglicherweise sei die Probandengruppe damals zu klein und das Ergebnis dadurch verfälscht worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)