22. Juli 2013
Er lebt seit Wochen im Transitbereich eines Moskauer Flughafens und hofft auf Asyl, jetzt soll er einen Preis bekommen:
Die Rede ist vom früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. Er soll mit dem deutschen Whistleblowerpreis ausgezeichnet werden. Das teilten die Organisatoren in Berlin mit. Sie wollen Menschen auszeichnen, die aus selbstlosen Motiven auf schwerwiegende Missstände hinweisen und dabei ihre berufliche Karriere oder die eigene Existenz aufs Spiel setzen. Der Whistleblowerpreis wird seit 1999 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 3.000 Euro dotiert.
Edward Snowden hatte das weltweite Überwachungsprogramm "Prism" enthüllt, mit dem der US-Geheimdienst NSA auch die Internetkommunikation in Deutschland erfassen soll.
Die diesjährige Verleihung soll am 30. August stattfinden. Stifter sind die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler und die deutsche Sektion der Internationalen Friedensorganisation IALANA. In diesem Jahr beteiligte sich zum ersten Mal die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)