23. Juli 2013

25.000 Euro Belohnung für Hinweise auf unverurteilte NS-Kriegsverbrecher

Fahndungsplakate sieht man heutzutage nur noch selten.

Ab heute ändert sich das vielleicht. In Berlin, Hamburg und Köln sollen insgesamt 2.000 Plakate zu sehen sein. Sie sind zwar keine Fahndungsanschläge im klassischen Sinne - mit ihnen soll aber nach noch lebenden Kriegsverbrechern gesucht werden. Die Kampagne führt das Simon-Wiesenthal-Zentrum, das durch seine Suche nach untergetauchten Verbrechern aus der NS-Zeit bekannt geworden ist.

Das Motto der Plakate lautet "Operation Last Chance. Spät. Aber nicht zu spät". Für Hinweise auf noch nicht verurteilte NS-Täter ist eine Belohnung von bis zu 25.000 Euro ausgesetzt. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, lobte die Initiative: Gerechtigkeit kenne kein Verfallsdatum. Es bleibe nicht mehr viel Zeit, um die NS-Täter noch zur Rechenschaft zu ziehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)