23. Juli 2013
Man kann davon ausgehen, dass es keine angenehme Arbeit war: Im US-Bundesstaat Missouri haben Forscher genau 56.428 Zecken gesammelt.
Die Mühsal hat sich offenbar gelohnt. In einer Fachzeitschrift schreiben die Sammler, in zehn der Zecken hätten sie gefunden, was sie gesucht hatten: Das Heartland-Virus. Daran waren vor mehreren Jahren zwei Männer aus Missouri erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie hatten Fieber, starke Kopfschmerzen und ein geschwächtes Immunsystem. Bisher gibt es keine Behandlung für die Erkrankung. Die beiden Fälle sind bisher die einzigen, die bekannt sind, - Experten gehen aber davon aus, dass sich das ändern könnte.
Daher haben die Forscher die Gegend, aus der die zwei Infizierten stammen, durchkämmt und allerhand Getier aufgesammelt. Neben den zehntausenden Zecken fingen sie auch Moskitos - den Erreger fanden sie aber nur in den so genannten Lone Star Ticks, einer Unterart der Schildzecke. Mit den Ergebnissen wollen sie eine mögliche Ausbreitung der Krankheit besser vorhersagen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)