23. Juli 2013
Das Bienensterben könnte noch schädlichere Folgen für die Umwelt haben als bisher gedacht.
Eine Studie im Fachmagazin "PNAS" mit Hummeln kommt zu diesem Ergebnis. Auf Bergwiesen im US-Staat Colorado hielten die Forscher mit Netzen eine der zehn dort vorhandenen Hummelarten fern. Damit wollten sie herausfinden, wie sich die Hummeln verhalten, wenn eine Art stirbt. Das Ergebnis: Die übrigen Hummeln hatten weniger Angst vor der Konkurrenz und steuerten unterschiedlichere Blüten an als bisher. Dadurch wurden die Pflanzen aber nicht mehr so gut bestäubt, denn sie brauchen immer auch Pollen der eigenen Art. Der dort wachsende Rittersporn etwa produzierte ein Drittel weniger Samen. Als noch alle elf Hummelarten die Wiese anflogen, waren die Hummeln deutlich treuer und konzentrierten sich nur auf eine Pflanzenart. Erst wenn die verblüht war, zogen sie weiter.
Bisherige Berechnungen waren davon ausgegangen, dass es Pflanzen wenig ausmacht, wenn eine ihrer Bestäuber-Spezies plötzlich fehlt.
90 Prozent aller Pflanzen werden durch Tiere bestäubt, vor allem durch Insekten. Bienen sind die wichtigsten Bestäuber.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)