23. Juli 2013
Die chinesische Autonome Region Xinjiang bildete schon früh eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und Völkern.
Das macht sie für Archäologen besonders interessant. Forscher der Oxford Universität haben jetzt die Überreste des 3.800 Jahre alten Xiaohe-Friedhofs in der Wüste Lop Nur aus der Bronzezeit untersucht, um mehr über die Vegetation und Lebensumstände der Menschen zu erfahren. Sie fanden heraus, dass das Gebiet eine gut entwickelte Oase mitten in der Wüste war. Denn wegen des Schmelzwassers naher Berge entstanden Flussläufe und ein See. Die Menschen lebten vor allem von der Tierzucht. Allerdings starteten sie auch erste Versuche, Getreide wie Weizen und Hirse anzubauen. Weil die Forscher keine Siedlungen in der Nähe des Friedhofs fanden, gehen sie davon aus, dass die Menschen verstreut am Ufer des Flusses Xiaohe lebten und den Friedhof per Boot erreichten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)