23. Juli 2013

Forscherteam relativiert Gefahr des Hitzetodes

In besonders heißen Sommern mehren sich die Meldungen über Hitzetote. Ein italienisches Forscherteam hat diese Gefahr jedoch relativiert.

Die Wissenschaftler um Michaela Baccini untersuchten Hitzetodesfälle in 14 europäischen Städten in den 90er Jahren. Zunächst verglichen sie das Alter der Verstorbenen mit der Lebenserwartung der Bevölkerung im jeweiligen Land. Sie berechneten, dass jährlich 23.000 Lebensjahre verlorenen gingen - mehr als die Hälfte bei Menschen unter 75. - Im nächsten Schritt untersuchten die Forscher, wie oft die Todesursache allein die Hitze war. Sie konnten zeigen, dass viele von den Verstorbenen nur noch Lebenserwartungen von einer bis vier Wochen hatten. Damit lag deren Lebenserwartung unter dem Schnitt der Gesamtbevölkerung. - Der Effekt war so groß, dass nicht - wie zunächst berechnet - jährlich 23.000 Lebensjahre verloren gingen, sondern ein Viertel davon.

Die Studie ist im Fachjournal Plos One erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)