23. Juli 2013

Frauen tauchen weniger häufig als Männer als Hauptautoren von wissenschaftlichen Publikationen auf

Manchmal läuft Benachteiligung über Details.

Ein US-Forscherteam hat untersucht, wie oft Frauen als Autoren von wissenschaftlichen Artikeln angegeben sind. Dazu überprüften sie mehr als 1,5 Millionen Publikationen von 1545 bis 2011. Sie schreiben im Fachjournal "PLOS ONE", die Zahl der Autorinnen habe sich in diesem Zeitraum zwar deutlich erhöht. Aber Wissenschaftlerinnen stellten auch nach 1990 nur gut ein Viertel aller Publikationen mit Einzel-Autor. Außerdem bemerkten die Forscher, dass Frauen bei Fachartikeln mit mehreren Autoren weniger häufig als Männer an den prestigeträchtigen Positionen erschienen, also als erster oder letzter Autor der Liste. Die Wissenschaftler schreiben, das sei keine kleine Lappalie. Denn Chefs schauten bei allen Personalentscheidungen vor allem auf die Publikationen der Kandidaten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)