24. Juli 2013
Lange Zeit glaubte man, dass Geparde ihre blitzschnellen Jagden abbrechen müssen, weil ihnen zu heiß wird. Jetzt müssen einige Lehrbücher wohl umgeschrieben werden.
Denn südafrikanische Forscher haben die These widerlegt, dass die Körpertemperatur sprintender Geparde stark steigt. Die Wissenschaftler implantierten sechs frei lebenden Geparden kleine Messgeräte unter die Haut. Diese registrierten die Körpertemperatur der Tiere fast jede Minute. Andere Geräte zeichneten die Aktivität der Tiere auf. Die Ergebnisse zeigten, dass die Temperatur der Geparde während der Jagd kaum zunahm und im Bereich der normalen Schwankungen blieb. Auch ohne eine starke Überhitzung beendeten die Tiere ihre Verfolgungsjagd nach etwa 300 Metern. Die Forscher fanden noch etwas heraus: Eine erfolgreiche Jagd ließ die Temperatur der Tiere um 1,3 Grad ansteigen. Auch nach dem Erlegen der Beute blieb sie erhöht, manchmal bis zu einen Tag lang. Die Forscher vermuten, dass der Grund dafür der psychologische Stress sein könnte, den die Geparde aus Angst um ihre erlegte Beute entwickeln.
Die Studie ist im Fachjournal Biology Letters erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)