24. Juli 2013
Mit einem Nationalpark-Schutzprogramm kann man nicht früh genug anfangen.
Das finden offenbar zwei US-Politiker. Sie haben dem US-Kongress vor einigen Tagen ein Gesetz vorgeschlagen, das das Gebiet der ersten Mond-Landung zum amerikanischen Nationalpark erklären soll. (Die beiden Politiker stellen sich vor, dass später dann auch ein Weltkulturerbe daraus wird.) Schließlich dürfe es auf keinen Fall passieren, dass in Zukunft Weltraumtouristen die legendären Fußabdrücke von Neil Armstrong und seinen Astronauten-Kollegen zertrampeln.
Die "Süddeutsche Zeitung" hat analysiert, wie das Thema juristisch aussieht. Demnach hat die UNO 1967 im Weltraumvertrag festgehalten, dass der Mond niemandem gehört. Die USA haben den Vertrag aber genau wie Russland und China niemals ratifiziert.
Die Nasa fordert schon seit einem Jahr von allen Mond-Ankömmlingen, mindestens 100 Meter Abstand von den Apollo-Landestellen zu halten. Doch das, so sagte sie der "Süddeutschen Zeitung", sei eher eine Bitte, bei der man an den Anstand appelliere. Denn durchsetzen lasse sich diese Forderung nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)