24. Juli 2013
Ist Impfen sinnvoll und Nicht-Impfen verantwortungslos?
Darüber wird zur Zeit in Deutschland diskutiert - besonders, wenn es um Masern geht. Die Psychologin Cornelia Betsch erforscht Impfentscheidungen an der Universität in Erfurt. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärt sie, dass das Internet die Deutschen skeptisch macht. Die subjektive Wahrnehmung der Impfrisiken sei schon dann erhöht, wenn man nur fünf bis zehn Minuten auf impfkritischen Seiten surfe. Das könne langfristig dazu führen, dass Menschen ihre Kinder tatsächlich nicht impfen ließen. Die aktuelle Situation bezeichnet Betsch als Impfdilemma. Erstens kursierten viele Fehlinformationen. Zweitens seien Schulkinder heutzutage weitgehend durchgeimpft. Dadurch sei das subjektive Risiko für Nebenwirkungen höher als das subjektive Risiko, krank zu werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)