24. Juli 2013

Gegen Bakterien: Kupfer in Lebensmittelverpackungen und Geldscheinen

Kupfer ist seit Jahrzehnten für seine antibakterielle Wirkung bekannt.

Ein Wissenschaftler der Universität Michigan hat jetzt nach eigenen Angaben eine Methode entwickelt, um diese Eigenschaft im Alltag zu nutzen. Jaroslaw Drelich mischte Kupfer-Nanopartikel mit Vermiculit - einem preiswerten Tonmineral, das unter anderem in Blumenerde und Katzenstreu genutzt wird. Die Mischung sei gut kombinierbar mit anderen Materialien. Deshalb könne sie überall da eingesetzt werden, wo Bakterien abgetötet werden sollen - zum Beispiel bei der Produktion von Lebensmittelverpackungen. Drelich sagt, es gebe außerdem Anfragen von Unternehmen, die das Produkt nutzen wollen, um Wasser aufzubereiten. Er könne sich auch vorstellen, dass das Pulver in Zukunft dem Papier von Geldscheinen beigemischt werde.

Nano-Materialien wie die kleinen Kupferteilchen sind allerdings umstritten. Kritiker fordern, vor einer Einführung genau zu klären, welche Nebenwirkungen die Produkte erzeugen können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)