24. Juli 2013

Fraktale Kunst mit Technik aus Teilchenbeschleunigern

Da soll noch mal einer sagen, Naturwissenschaftler hätten keinen Sinn für die schönen Künste.

Der Physiker Todd Johnson arbeitet am US-Teilchenbeschleuniger "Fermilab" und nutzt ein dort typisches Gerät, um Kunstwerke zu erzeugen. (Das macht er aber in seiner Freizeit.) Er kombiniert Acryl-Blöcke mit Schablonen, die er dann dem Elektronenstrom in Teilchenbeschleunigern aussetzt. Heraus kommen verästelte farnförmige Muster - das Magazin "Scientific American" nennt sie "gefrorene Blitze". Physikalisch stecken dahinter sogenannte "Lichtenberg-Figuren", die nach dem deutschen Physiker Georg Christoph Lichtenberg benannt sind. Er lebte im 18. Jahrhundert und war auch schon fasziniert von den fraktalen Formen, die elektrischer Strom beim Fließen erzeugen kann.

Ein Magazin des "Fermilab" zeigt auch Fotos der physikalischen Kunstwerke.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)