24. Juli 2013
Das bedingungslose Grundeinkommen wird in vielen Ländern diskutiert.
In Namibia wird es bereits ausprobiert, in einem Pilotprojekt in dem Dorf Otjivero. Die rund 930 Einwohner, ob Säugling oder kurz vor der Rente, bekommen seit mehr als fünf Jahren jeden Monat 100 Namibia-Dollar - das sind umgerechnet etwa zehn Euro. Doch in letzter Zeit bleiben die Zahlungen häufiger aus. Der Grund: Die Spendengelder gehen zurück. Und die Hoffnung, dass sich die Regierung Namibias an den Kosten beteiligt, hat sich nicht erfüllt.
Dabei verweisen die Befürworter auf die Erfolge: In dem Dorf hätten sich Ernährung und Gesundheitsversorgung verbessert. Viele kleine Läden und Gewerbe seien entstanden. Kritiker sagen aber, es fehle der Leistungsanreiz. Außerdem: Im großen Umfang sei so einen Grundeinkommen nicht finanzierbar.
Die Initiatoren schlagen nun vor, dass Grundeinkommen an Mikrokredite zu koppeln. Außerdem sagen sie: Um ganz Namibia mit so einem Grundbetrag zu versorgen, wären nur vier Prozent des Bruttonationaleinkommens nötig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)