24. Juli 2013

Kofferschleppen für 1,05 Euro - Bahn zieht sich aus Projekt mit Asylbewerbern zurück

Einen Stundenlohn von 1,05 Euro fanden viele skandalös.

Die Folge ist, dass jetzt zehn junge Menschen ganz ohne Job da stehen. Die Bahn ist nach drei Tagen aus einem umstrittenen Projekt in Schwäbisch Gmünd ausgestiegen. Dort sollten Asylbewerber während eines Umbaus am Bahnhof beim Koffertragen helfen - für die besagten 1,05 Euro. Mehr Verdienst pro Stunde erlaubt das Asylbewerberleistungsgesetz nicht.

Nach viel kritischer Berichterstattung hat die Bahn nun einen Rückzieher angekündigt. Ab morgen will sie eigene Mitarbeiter zum Koffertragen einsetzen, die nach Tarif bezahlt werden.

Der Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd, der das Projekt initiiert hat, sagte, er sei enttäuscht und traurig. Was die Asylsuchenden von dieser Geschichte halten, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)