25. Juli 2013
Ein bundesweiter Mindestlohn, das ist ein populäres Wahlversprechen von SPD und Grünen - er könnte aber auch zusätzliches Geld in die öffentlichen Kassen spülen.
Von bis zu 3,5 Milliarden Euro geht das Institut für Berufs- und Arbeitsmarktforschung nach eigenen Berechnungen aus. Unter anderem könnte der Staat mehrere hundert Millionen Euro bei den Ausgaben für Hartz IV sparen, zum Beispiel bei Aufstockern, die trotz Arbeit auf die Grundsicherung angewiesen sind. Höhere Einnahmen gäbe es aus der Einkommenssteuer und den Sozialversicherungsbeiträgen.
Voraussetzung dafür ist laut IAB ein Mindestlohn von 8,50 Euro. Und: Nach der Einführung der Lohn-Untergrenze darf sich die Zahl der Jobs nicht ändern, damit die Rechnung aufgeht.
Gegner eines bundesweiten Mindestlohns kritisieren, eine Einführung würde die Unternehmen zu stark belasten - die Lohnnebenkosten in Deutschland seien ohnehin schon hoch. Das gefährde auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)