26. Juli 2013
Seit 2009 hält der jamaikanische Sprinter Usain Bolt mit 9,58 Sekunden den Weltrekord über 100 Meter.
Und das, obwohl er weniger aerodynamisch ist als durchschnittliche Menschen. Mexikanische Forscher haben seinen Rekordlauf physikalisch analysiert und dafür unter anderem Bolts Luftwiderstand-Wert ausgerechnet. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass der Sprinter in den 9,58 Sekunden fast 82 Kilojoule Energie erzeugte - allerdings nutzte er davon nur knapp acht Prozent für die reine Bewegung, denn gut 92 Prozent des Energieaufwands waren nötig, um den Luftwiderstand zu überwinden.
Die Physiker rechneten auch aus, wie sich der Rückenwind bei Bolts Rekordlauf auswirkte. Demnach wäre der Sprinter ohne Rückenwind eine Zehntelsekunde langsamer gewesen - das hätte aber immer noch knapp für den Weltrekord gereicht.
Auch Usain Bolt bleibt von Nachfragen im aktuellen Dopingskandal um seine Sprint-Konkurrenten Tyson Gay und Asafa Powell nicht verschont. Gestern äußerte er sich erstmals zu dem Thema - Bolt sagte, er sei erst vorgestern zum letzten Mal getestet worden und natürlich sauber.
Die Studie ist im "European Journal of Physics" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)