26. Juli 2013

Cyberangriffe: Informatik-Experten warnen vor Schwächen in US-Infrastruktur

"Stirb langsam 4" könnte schon bald Wirklichkeit werden.

In dem Bruce-Willis-Film legen Hacker die Infrastruktur der USA lahm - mit katastrophalen Folgen. Eine Woche vor Beginn der "Black-Hat"-Sicherheitskonferenz in Las Vegas haben US-Informatik-Experten darauf hingewiesen, dass Hacker relativ einfach die drahtlosen Sensoren manipulieren können, die von Öl- und Gasunternehmen genutzt werden, um den Durchfluss zu kontrollieren. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma sagten der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten die Sensoren aus einer Entfernung von 60 Kilometern beeinflussen können. Sollten die übergeordneten Kontrollsysteme das nicht bemerken, könnten ganze Pipelines oder Kraftwerke lahmgelegt oder Explosionen ausgelöst werden. Schuld seien fehlerhafte Verschlüsselungen.

US-Präsident Barack Obama hatte im Februar das Ministerium für innere Sicherheit angewiesen, gemeinsam mit der Industrie neue Sicherheitsstandards zu entwickeln. Die Umsetzung ist aber noch freiwillig. Das Ministerium wollte den Reuters-Bericht nicht kommentieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)