26. Juli 2013

Historiker: Sherlock Holmes & Co. haben Forensik wesentlich beeinflusst

"Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit - wie unwahrscheinlich sie auch ist."

Von Weisheiten wie dieser des berühmten Detektivs Sherlock Holmes hat die moderne Wissenschaft profitiert. Das meint der britische Historiker Ian Burney von der Universität von Manchester. Er untersuchte neben Sherlock Holmes auch eine weitere fiktive Figur, Dr. Thorndyke. Burney wies nach, dass ihre beiden Erfinder (Arthur Conan Doyle und R. Austen Freeman) über die Figuren beeinflussten, wie heutzutage ein krimineller Tatort untersucht wird. Einer der Pioniere der Forensik, der Franzose Locard, empfahl seinen Studenten zum Beispiel explizit die Lektüre von "Sherlock Holmes", um von ihm zu lernen. Zuvor, in der viktorianischen Zeit, seien Kriminologen bei der Tatortbegehung noch nicht systematisch und wissenschaftlich vorgegangen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)