26. Juli 2013

Männerdominanz: Mit typischen Rollenbildern schaden sich Männer selbst

Männer haben in unserer Gesellschaft häufig noch das Sagen, egal ob im Job oder in der Familie.

Doch mit diesem patriarchalisch geprägten Rollenbild schaden sich die Männer selbst - sagt der Schriftsteller Ralf Bönt. Im Interview mit DRadio Wissen erklärt er sein These. Das Dominieren, zu dem Männer in unserer Gesellschaft quasi gezwungen werden, ist schlecht für die Gesundheit, sagt Bönt - und bedeutet damit weniger Lebensqualität.

Er macht das vor allem an der Lebenserwartung fest. In Deutschland sterben Männer im Schnitt etwa fünf Jahre früher als Frauen. Bönt ist sich sicher: Das liegt, neben biologischen Gründen, auch an der Lebensführung. Männer stehen seiner Einschätzung nach unter viel größerem Druck. Von ihnen werde Karriere und Stärke erwartet, sie dürften seltener Gefühle zeigen und würden im Gesundheitssystem benachteiligt. Ralf Bönt fordert deshalb von den Männer, ihr altes Rollenbild selber abzuschaffen und die Führung häufiger abzugeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)