26. Juli 2013
Flussabdruck - so nennen Gewässerökologen den "Fußabdruck" eines Flusses.
Gemeint ist der Bereich, in dem ein Fluss auch über die Uferkante hinaus auf eine Landschaft einwirkt - zum Beispiel indem er Tieren an Land als Nahrungslieferant dient. Forscher vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie sind der Meinung, dass der Flussabdruck stärker berücksichtigt werden sollte. Sie haben herausgefunden, dass sich Tiere mehr als einen halben Kilometer vom Fluss entfernt immer noch zu einem gewissen Teil von Insekten ernähren, die im Fluss geschlüpft sind.
Den Wissenschaftlern zufolge ist diese Erkenntnis wichtig für Renaturierungsmaßnahmen. Wenn das Umland bei der Wiederansiedlung von Tier- und Pflanzenarten zu wenig einbezogen werde, könne sich die biologische Vielfalt in einem Gebiet nicht ausreichend erholen.
Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Magazin der Ecological Society of America veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)