26. Juli 2013

Darmkrebs: Früherkennung unter 55-Jahren ohne erkennbaren Nutzen

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland.

Die Krankenkassen bezahlen deshalb Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen. Bisher hatte jeder, der älter als 55 Jahre ist, Anspruch auf eine Darmspiegelung. Inzwischen bekommen auch Jüngere das Screening bezahlt, wenn es in ihrer Familie schon Darmkrebsfälle gegeben hat.

An dieser Vorsorgepraxis gibt es aber Zweifel. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, kurz IQWiG, hat keine aussagekräftigen Studien dazu gefunden. So kann nicht belegt werden, dass eine Vorsorgeuntersuchung bei Menschen unter 55 Jahren das Darmkrebsrisiko senkt. Der Bericht des IQWiG könnte Einfluss darauf haben, ob die Vorsorge von den Krankenkassen weiter übernommen wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)