26. Juli 2013
Ein Zugunfall wie der in Nordspanien wäre in Deutschland nicht möglich.
Das behauptet der Technikvorstand der Bahn, Volker Kefer. Ihm zufolge können deutsche Züge in gefährlichen Kurven gar nicht zu schnell fahren. Dafür sorgen verschiedene Warnsysteme. Bei Strecken, die auf 160 km/h und mehr ausgelegt sind, sendet ein Kabel zwischen den Schienen permanent Signale an den Bordcomputer eines Zuges. Ist der Zug an gefährlichen Stellen zu schnell unterwegs, wird er automatisch abgebremst.
Sollte die Technik versagen, dann gibt es laut Kefer ein Ersatzsystem, dass auch bei Strecken für langsamere Züge eingesetzt wird. Vor engen Kurven und vor Bahnhöfen befinden sich Magnete in den Gleisen, die dem Zugführer Warnsignale senden. Wenn er nicht reagiert, folgt auch hier eine automatische Bremsung.
Bei dem Zugunglück in Nordspanien vorgestern Abend waren 80 Menschen ums Leben gekommen. Der Zug soll in einer Tempo-80-Zone 190 gefahren sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)