29. Juli 2013
Wer unter Migräne leidet, hat möglicherweise ein schlecht durchblutetes Gehirn.
Das haben Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania in den USA herausgefunden. Sie berichten, dass bei Migränepatienten ein bestimmter Blutkreislauf im Gehirn häufig unvollständig ausgebildet ist. In ihrer Studie untersuchten die US-Forscher 170 Probanden mit und ohne Migräne-Anfälligkeit im Kernspintomographen. Ihr Ergebnis: Ein Arteriensystem namens "Circulus Willisi" ist bei Migräne-Patienten oft anders aufgebaut. Der Willis-Ring wird durch Verbindungen zwischen den großen Arterien gebildet und sorgt für die Blutzirkulation im Gehirn. Die Forscher glauben, dass ihre Entdeckung einer von mehreren Faktoren ist, der bei Menschen zu Migräne führt. Es gibt auch andere Erklärungen für die Krankheit: Vor allem früher nahmen Wissenschaftler an, Ursache könne eine Erweiterung der Blutgefäße im Gehirn sein. Heute ist mehr die Theorie einer Störung von neuronalen Signalen verbreitet. Außerdem gibt es Hinweise, dass bestimmte Gene das Risiko für Migräne erhöhen.
Die Studie ist im Fachjournal "PLOS ONE" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)